“… und was steht dahinter?”

Diese Frage zu meiner geplanten Verpaarung ziemlich ins Schleudern gebracht. Ich konnte sie nicht beantworten. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen – schließlich möchte man auch als Neuzüchterin mit etwas Kompetenz glänzen. Also musste diese Wissenslücke geschlossen werden.

Ich warf einen genaueren Blick auf Travis’ Vorfahren. Eine Ahnentafel ist schnell überflogen: Namen, Zwinger, Titel, mehrere Generationen. Mich interessiert aber auch, welche Geschichten dahinterstecken. Welche Hunde haben sich in der Arbeit bewährt? Wer hat sie geführt? Und welche Linien kommen in einem Hund zusammen?

Bei Drumindoney First Choise, genannt Travis “mein Deckrüde”, führt dieser Blick weit zurück zu britischen und irischen Field-Trial-Linien. Ich kann die Luft förmlich riechen und den Dudelsack hören. Seine Eltern sind FTCh Burrendale Fergie of Caytonfell und Gorrympoynt Gudrun of Drumindoney. Die Spurensuche beginnt also auf seiner väterlichen Seite.


Burrendale Fergie of Caytonfell – Travis’ Vater

Burrendale Fergie of Caytonfell wurde von Mark Demaine geführt. Bereits bei seinem ersten Field Trial gewann er die Novice-Prüfung des Northumberland and Durham Labrador Retriever Clubs. 2019 folgten zwei Siege in zweitägigen Open Trials, mit denen er den Titel Field Trial Champion erlangte. Bei der IGL Retriever Championship desselben Jahres erhielt er außerdem ein Diploma of Merit.

Mindestens genauso spannend wie diese Erfolge finde ich, wie sein Führer ihn beschreibt: Mark Demaine hebt hervor, dass Fergie bereits in der frühen Ausbildung eine große Lernbereitschaft und den Wunsch zur Zusammenarbeit zeigte. Genau solche Beschreibungen wecken Begeisterung bei mir. Denn neben allen Titeln interessiert doch besonders, wie ein Hund lernt und mit seinem Menschen zusammenarbeitet. Zumindest ist der gemeinsame Weg dann einfacher.

FTCh Leacaz Ricky of Caytonfell, genannt Riley – Travis’ Großvater väterlicherseits

Auch Fergies Vater Riley wurde von Mark Demaine geführt. Gemeinsam erreichten sie 2017 den dritten Platz bei der IGL Retriever Championship. Zwischen 2012 und 2017 gehörte Riley wiederholt zum englischen Retrieverteam.

Im offiziellen Championship-Bericht von 2017 werden seine stilvolle Suche und sein präzises Markieren besonders hervorgehoben. Solche Fundstücke machen einen Namen aus der Ahnentafel lebendig: Sie geben einen Eindruck davon, wie sich der Hund unter anspruchsvollen Bedingungen gezeigt hat.

Sein Führer beschreibt Riley als kraftvoll und zugleich ausgesprochen steady. Nach dem Ende seiner Wettbewerbslaufbahn blieb er Familienhund und begleitete weiterhin Picking-up-Tage und Training.

Tyrrellison Star Dreamer und Apache Joe – die weitere väterliche Linie

Travis’ Großmutter väterlicherseits ist Tyrrellison Star Dreamer, eine Tochter von Apache Joe und Copperbirch Santa’s Helper of Tyrrellison. Über sie treffen in seiner Ahnentafel die Caytonfell- und Copperbirch-Verbindungen aufeinander.

Ihr Vater Apache Joe, genannt Prince, wurde mit Thomas Hughes sowohl in Großbritannien als auch in Irland Field Trial Champion. Zu seinen dokumentierten Erfolgen zählen Siege in zwei britischen zweitägigen Open Stakes sowie der dritte Platz bei der irischen Championship 2011.
Später führte ihn sein Weg zu Southern Oak Kennels in die USA.

To be continued …..

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